buchstabenschubser

Im Wettbewerb um den Designpreis Brandenburg 2015 belegte buchstabenschubser in der Kategorie Kommunikationsdesign den 1. Platz.

Stellen Sie Ihren mit dem Designpreis 2015 ausgezeichneten Beitrag kurz vor!
Für das Themenjahr „Reformation und Politik“ im Rahmen der Lutherdekade wurde die Ausstellung „Ein Haus – viele Herren. Der Berliner Dom in Zeiten politischen Wandels“ erschaffen. Unsere Animationsfilme führen dabei ab dem 16. Jahrhundert – immer auf dem Pfad der Reformation in Berlin und Brandenburg – quer durch die Zeit und ihre Herrschaftssysteme.

Warum haben Sie gerade diesen Beitrag eingereicht?
Weil es eine schöne ganzheitliche Arbeit ist. Alle acht Filme sind wunderbar im Rundgang des Berliner Doms integriert vom Predigtraum über die Kuppel bis in die Gruft; überall gibt es Animationen, die viele kleine Details erläutern und diese immer einordnen und kontextualisieren. Von den Besuchern des Berliner Doms kamen derart positive Rückmeldungen, dass wir inzwischen drei weitere Filme produziert haben.

Warum haben Sie sich 2015 für den Designpreis beworben? Was haben Sie sich davon erhofft?
Es ist die Designauszeichnung des Landes Brandenburg. Natürlich möchten wir da gerne mit von der Partie sein. Denn schon die Nominierung ist ja eine Ehrung. Gerne stellen wir auch unsere Arbeit – die meistens nicht in Brandenburg zu sehen ist – am Ort ihrer Schöpfung vor.

Sie haben 2013 den ersten Platz in der Kategorie Kommunikationsdesign mit einem Musikvideo belegt. 2015 sind Sie in der gleichen Kategorie wieder auf dem ersten Platz. Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis?
Sich immer wieder auf ein anderes Thema einlassen. Kleine feine Lösungen finden. Jede Animation ist ein Unikat. Eventuell auch das Selbstverständnis unserer Arbeit: Immer bestmögliches Handwerk zu leisten.

Mit welchem Traumprojekt würden Sie 2017 gerne den ersten Platz in der Kategorie Kommunikationsdesign gewinnen?
Da gibt es natürlichen einen wilden Haufen von Ideen. Die können wir an dieser Stelle aber leider nicht verraten 😉

Wie finden Sie die kreativsten Lösungen für Ihre Aufträge?
Zuerst dem Kunden zuhören. Dann dem Material viel Aufmerksamkeit schenken. In unseren Fall sind das oft historische Materialien. Wirken lassen, analysieren, grübeln und dann geht es los.

Wo finden Sie Inspirationen für Ihre Projekte?
Im Beobachten der Welt.

Hat sich nach der Teilnahme am Designpreis etwas für Sie geändert?
In der kreativen Arbeit nicht. In der Zusammenarbeit mit den Auftraggebern macht es beide Seiten entspannter. Neue Auftraggeber kommen ja oft aufgrund bereits bestehender Arbeiten zu uns. Die Auszeichnungen werden dabei definitiv wahrgenommen und geben zusätzlich Vorschusslorbeeren.

Welche Bedeutung hat der Designpreis Brandenburg in der Designszene?
Wie bereits gesagt es ist die höchste Brandenburger Auszeichnung für Design.

Welchen Status haben die Designtage Brandenburg unter den Kreativen?
Es ist wie ein großes Klassentreffen. Wir lernen aber immer wieder neue Menschen und ihre Ideen und Arbeiten kennen. Das ist ein großes Netzwerktreffen mit einer sehr interessanten Spannbreite. Erstaunlich, wie viel Potenzial und Kreativschaffende überall in Brandenburg zu finden sind.

Was macht für Sie ein gutes Kommunikationsdesign aus?
Gutes Design dient dem Inhalt. In unseren Fall oft der didaktischen Wissensvermittlung.

Gibt es für Sie ein typisches „Brandenburger Design“? Was zeichnet dieses Design aus?
Es gibt jede Menge gute Designer in Brandenburg. So etwas wie eine Brandenburger Schule ist uns bisher nicht aufgefallen.

Für das Themenjahr „Reformation und Politik“ im Rahmen der Lutherdekade wurde die Ausstellung „Ein Haus – viele Herren. Der Berliner Dom in Zeiten politischen Wandels“ erschaffen. Kern der Ausstellung sind Animationen, die sich im gesamten Domrundgang, beginnend in der Predigtkirche über den Kuppelaufstieg bis in die Gruft der Hohenzollern, verteilen. Die acht Animationsfilme von buchstabenschubser führen dabei ab dem 16. Jahrhundert – immer auf dem Pfad des Berliner Doms und der Reformation in Berlin und Brandenburg – quer durch die Zeit und ihre Herrschaftssysteme. Die Gesamtspiellänge beträgt 28 Minuten. Für das Design der Stelen konnten Hambach + Rühle gewonnen werden.
Für ihr Musikvideo zum „Hundreds“-Song „Wait for my raccoon“ gewannen sie bereits den Designpreis Brandenburg 2013. Das kleine Studio mit Sitz in der Film- und Medienstadt Potsdam konzipiert und produziert individuelle Animationen, Erklär- und Imagefilme sowie Kinotrailer. buchstabenschubser sind Spezialisten der visuellen Didaktik und konzentrieren sich darauf, Sachverhalte ganzheitlich aufzuarbeiten und sie zu durchdringen. So produzieren sie frische, interessante und kurzweilige Filme, die maßgeschneiderte Unikate sind. Mit viel Lust am Detail denken buchstabenschubser sich konsequent in die Perspektive des Betrachters. Komplexe und manchmal auch staubtrockene Inhalte machen sie so zu einem Augenschmaus für den Betrachter, der hierbei aber nicht banal konsumiert, sondern en passant eine Menge vermittelt bekommt.

www.buchstabenschubser.de